Kleines Pflanzenlexikon

Verfasst von Mag. Birgit S. B.Sc.

Alle Hinweise hinsichtlich der Wirkung von Kräutern haben ausschließlich informativen Charakter. Sie dienen nicht zur Beratung und können diese auch nicht ersetzen. Die Inhalte sind keine Heilungsversprechen und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Für die Verwendung zu gesundheitsfördernden Zwecken, oder für Informationen über eventuelle Nebenwirkungen von Kräutern, fragen Sie bitte ihre/n Ärztin/Arzt, Drogistin/Drogisten oder Apothekerin/Apotheker.

Baldrian (Valeriana)

Die Baldrianwurzel wirkt sanft beruhigend auf Körper und Nervensystem. Sie wird beispielsweise bei Nervosität, Schlafstörungen und psychosomatisch bedingten Zuständen eingesetzt.  

Blutwurz (Potentilla Tormentilla)

Wie schon der Name vermuten lässt, kann die Blutwurz helfen, Blutungen bei kleineren Wunden zu stillen. Innerlich angewendet kann die Blutwurz durch ihren hohen Gerbstoffgehalt u.a. unterstützend bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, sowie bei leichtem Durchfall eingesetzt werden.

Brennnessel (Urtica)

Die Brennnessel ist eine beliebte Pflanze bei Frühjahrskuren. Sie verstärkt den Harnfluss und kann dadurch helfen, angesammelte, ungewollte Stoffe aus dem Körper zu spülen. Männer schätzen die Wirkung der Brennnessel auch aufgrund ihres positiven Einflusses auf die Prostata. Äußerlich kann die Brennnessel unterstützend bei Haarausfall und Schuppen angewendet werden.

Ingwer (Zingiber Officinale)

Nicht nur als Gewürz in exotischen Gerichten kann Ingwer einen wertvollen Beitrag leisten. Zur Unterstützung eines normalen Immunsystems, sowie bei Übelkeit kann Ingwer unterstützend und wohltuend wirken. Ingwer steigert die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung und fördert außerdem die Fettverdauung, wodurch er auch nach einem deftigen Essen eine wohltuende Wirkung entfaltet. 

Kamille (Matricaria Chamonilla)

Die Kamille ist eine sehr bekannte Pflanze, da sie häufig und vielfältig zur Anwendung kommt. Vor allem bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich kann sie als Tee und Tinktur wohltuend unterstützen. Gerne wird die Kamille auch bei Übersäuerung genutzt. Äußerlich angewendet wirkt die Kamille stark austrocknend, was sich beispielsweise positiv auf kleine Wunden auswirken kann.

Kapuzinerkresse (Tropaeolum Majus)

Die Kapuzinerkresse ist eine wahre Superheldin. Sie wird besonders für ihre antibakterielle, schleimlösende und immunstärkende Wirkung geschätzt und enthält zusätzlich viel Vitamin C. Somit kann die Kapuzinerkresse bei Hals- und Rachenentzündungen, sowie bei Husten und Erkältungen zum Wohlbefinden beitragen und den Verlauf unterstützen. Auch zur Unterstützung eines normlen Immunsystems ist sie hervorragend geeignet. 

Kurkuma (Curcuma Longa)

Kurkuma, mit seinem stark gelb färbenden Curcumin, kann unterstützend bei Verdauungsbeschwerden verwendet werden, da er dabei helfen kann, aufgenommenes Fett verdaulicher zu machen. Kurkuma kann außerdem zur Unterstützung eines normalen Immunsystems beitragen. Durch die Zugabe von schwarzem Pfeffer und dem darin enthaltenen Piperin, kann die Bioverfügbarkeit von Kurkuma noch gesteigert werden.

Lavendel (Lavendula Officinalis)

Lavendel wirkt leicht beruhigend auf den Körper und das Nervensystem und kann beispielsweise bei Ein- und Durchschlafstörungen, Stress und psychosomatisch bedingten Zuständen, wie etwa Spannungskopfschmerzen, Wetterfühligkeit und dergleichen, zum Wohlbefinden beitragen.  

Löwenzahn (Taraxacum)

Der Löwenzahn enthält Bitterstoffe, die wohltuend auf den gesamten Magen-Darm-Trakt wirken können. Auch bei einer Frühjahrskur ist der Löwenzahn eine beliebte Pflanze, um den Körper von angesammelten, unerwünschten Stoffen zu befreien. Hierbei kann er vor allem die Leber bei ihrer Arbeit unterstützen.

Mädesüß (Spiraea Ulmaria)

Mädesüß ist eine Pflanze, die zu Unrecht nur mehr von wenigen Menschen gekannt wird. Vor allem die Blüten, aber auch das Kraut der Pflanze, enthalten eine Vorstufe der Acetylsalicylsäure, welche der schmerzstillenden Substanz in Aspirin ähnelt. Somit eignet sich Mädesüß dafür, das Wohlbefinden bei Erkältungen, Schmerzen und fiebrigen Infekten zu unterstützen. 

Melisse (Melissa Officinalis)

Die Melisse wirkt leicht beruhigend auf das Nervensystem und kann deshalb bei Unruhe, Reizbarkeit, Schlafstörungen und vielen anderen nervlich bedingten Symptomen, positiv auf das Wohlbefinden einwirken. Äußerlich kann Melisse unterstützend bei Fieberblasen angewendet werden.

Pfefferminze (Mentha Piperita)

Zur Herstellung von Tinkturen und Tees können grundsätzlich viele verschiedene Minzarten verwendet werden. Uns überzeugt die Pfefferminze jedoch aufgrund ihres hohen Mentholgehalts, weshalb sie ganz klar unsere Nr. 1 ist. Sie ist ein wahrer "Bauchschmeichler" und kann bei Magen-Darm-Beschwerden, wie etwa Blähungen, Magenkrämpfen und Übelkeit (etc.) zur Linderung beitragen. Pfefferminze hat eine kühlende, erfrischende Wirkung. Äußerlich als Umschlag oder Tinktur angewendet, kann sie vor allem bei Spannungskopfschmerzen zum Wohlbefinden beitragen.  

Rotklee (Trifolium Pratense) 

Rotklee ist nicht nur eine Augenweide auf heimischen Wiesen, er enthält unter anderem auch Isoflavone. Diese Stoffe sind sogenannte Phytoöstrogene, welche eine strukturelle Ähnlichkeit zu Östrogenen aufweisen und somit während der Menstruation, wie auch in den Wechseljahren das Wohlbefinden steigern können.

Salbei (Salvia Officinalis)

Salbei ist ein richtiger Alleskönner. Besonders bekannt ist seine desinfizierende und zusammenziehende Wirkung, weshalb er bei Hals- und Rachenproblemen zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen kann. Des Weiteren kann Salbei bei übermäßigem Schwitzen unterstützend wirken. Äußerlich angewendet kann Salbei zur Unterstützung bei Haarausfall, sowie bei Schuppenbildung verwendet werden.

Schafgarbe (Achillea Millefolium)

Die Schafgarbe ist eine Pflanze, die traditionell in verschiedensten Bereichen angewendet wird. Sie wird auch als Frauenkraut bezeichnet, da sie das Wohlbefinden bei Unterleibsbeschwerden und starker Menstruation unterstützen kann. Des Weiteren kann sie positiven Einfluss auf die Durchblutung nehmen, und so zum Wohlbefinden bei venösen Beschwerden beitragen. Äußerlich kann sie bei kleinen Schnittwunden angewendet werden.

Spitzwegerich (Plantago Lanceolata)

Der Spitzwegerich ist eine Pflanze, die uns in der Natur sehr häufig begegnet, der man jedoch oft zu wenig Aufmerksamkeit schenkt. Spitzwegerich ist ein Alleskönner, der zum Wohlbefinden bei Hals- und Racheninfekten, sowie Husten beitragen kann. Äußerlich angewendet, kann er unter anderem den Juckreiz nach Insektenstichen lindern, sowie wohltuend bei kleinen Abschürfungen und Wunden wirken.

Quellen:
Aruna M. Siewert (2013): Pflanzliche Antibiotika. Geheimwaffen aus der Natur
Elisabeth Engler/Sonja Bart (2020): Heilpflanzen und Wildkräuter. Grundlagen Pflanzenporträts Rezepte.

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Alle Hinweise hinsichtlich der Wirkung von Kräutern haben ausschließlich informativen Charakter. Sie dienen nicht zur Beratung und können diese auch nicht ersetzen. Die Inhalte sind keine Heilungsversprechen und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Für die Verwendung zu gesundheitsfördernden Zwecken, oder für Informationen über eventuelle Nebenwirkungen von Kräutern, fragen Sie bitte ihre/n Ärztin/Arzt, Drogistin/Drogisten oder Apothekerin/Apotheker.